Warum auf Bali alle Wayan heißen, was ein Banjar ist und warum hier „Gummizeit“ gilt: spannende Fakten über die balinesische Kultur

AB
Andrei Balinsky
Gründer von Balinsky
Veröffentlicht 22. Oktober 2025
Warum auf Bali alle Wayan heißen, was ein Banjar ist und warum hier „Gummizeit“ gilt: spannende Fakten über die balinesische Kultur
Spannende Fakten über die balinesische Kultur. Teil 2 4. Namen nach Geburtsreihenfolge Auf Bali hängt der Name eines Kindes davon ab, an welcher Stelle es geboren wurde. Das erste Kind heißt fast immer Wayan, das zweite Made, das dritte Nyoman, das vierte Ketut. Und wenn ein fünftes Kind geboren wird, beginnt der Zyklus wieder von vorn. Deshalb können in einer Gruppe gleich drei Wayans sein. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, ergänzt man Spitznamen oder zweite Vornamen. Je nach Kaste unterscheiden sich die Namen. 5. Die Kraft der Banjar-Gemeinschaft Ein Banjar ist so etwas wie lokale Selbstverwaltung auf balinesische Art. Jedes Viertel oder Dorf hat seinen eigenen Banjar. Sie organisieren Tempelfeste, schlichten Streitigkeiten und achten auf Ordnung. Sogar das touristische Geschäft hängt oft von der Zustimmung des Banjar ab – zum Beispiel bei der Vermietung von Wohnraum oder der Durchführung von Veranstaltungen. Wenn du auf Bali lebst, solltest du den Banjar respektieren – das ist der Schlüssel zu guten Beziehungen mit den Nachbarn. 6. Gummizeit Auf Bali gibt es das Konzept „jam karet“ – Gummizeit. Ein Treffen ist für 10 Uhr morgens angesetzt? Die Leute können auch erst um 10:30 kommen, ohne dass jemand beleidigt ist. Verspätungen werden hier gelassen gesehen: Stau, Erledigungen, das Leben läuft in seinem eigenen Rhythmus. Eine wichtige Ausnahme sind Arbeit und Behörden: Dort wird Pünktlichkeit weiterhin geschätzt. Ansonsten gilt: Entspann dich – auf Bali vergeht die Zeit sanfter, als wir es gewohnt sind.

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