Just Residence: neues Management für das Projekt

19. Mai 2026 Vertikal Indonesia
Just Residence: neues Management für das Projekt

Just Residence: Was im Projekt tatsächlich passiert — Bericht vom Investorentreffen

Rund um die Wohnanlage Just Residence auf Bali kursieren in den letzten Monaten viele Gerüchte: von einem vollständigen Baustopp bis hin zu strafrechtlichen Risiken für den Entwickler. Wir haben am Online-Treffen der Projektinvestoren vom 19. Mai teilgenommen und festgehalten, was in der Sache gesagt wurde — ohne Interpretationen.

Wer das Projekt jetzt steuert

Für das Projekt wurde ein externes Krisenmanagement eingesetzt. Verantwortlich ist nun Alexander — ein großer Investor von Just Residence mit Sitz in Sankt Petersburg. Aaron Geller bleibt Chefarchitekt und Urheber des Konzepts, seine Entscheidungen werden nun jedoch vom Management abgestimmt. Alexander erklärte offen, dass sein Engagement auf seinen eigenen Investitionen in das Projekt und seinem Interesse an dessen Fertigstellung beruht.

Stand des Objekts

Laut einem lizenzierten Gutachten, das im Auftrag des Managements erstellt wurde, liegt der Fertigstellungsgrad des Objekts bei 80%, die Tragfähigkeit der Konstruktionen bei 4,5 von 5. Ein Teil der Investoren stellte diese Zahl infrage und verwies auf den Monthly Report vom Mai 2025, in dem 13,38% genannt wurden, sowie auf fehlende Fenster, Dächer und Fassadenverkleidungen bei mehreren Gebäudeteilen. Aaron erklärte die Abweichung mit einem möglichen Fehler im früheren Bericht und ergänzte, dass der Baufortschritt auf Basis der freigegebenen Ausführungsunterlagen berechnet werde. Der Stil „Brooklyn/Loft“ (offener Ziegel, Beton) erfordere keine teure Endausstattung. Der Belag an der Fassade wurde als Moos nach der Regenzeit eingestuft, nicht als Schimmel, und lasse sich mit Standardmitteln entfernen.

Finanzen des Projekts

Ausgegeben wurden $2,7 Mio. — insgesamt für Grundstückspacht, Genehmigungen, Auftragnehmer, Versorgungsanschlüsse, Marketing und Provisionen. Von den Investoren wurden 65–70% der geplanten Summe eingesammelt. Zum Zeitpunkt des Treffens befanden sich keine Mittel auf den Projektkonten. Die Prüfung läuft weiter, eine endgültige Kalkulation für die Fertigstellung wurde nicht genannt.

Als Finanzierungsquellen für die Fertigstellung wurden genannt: der Verkauf von 20 noch nicht verkauften Einheiten, Nachzahlungen bestehender Investoren bei Übergabe der Blöcke, persönliche Mittel von Alexander über eine Erhöhung seines Anteils am Projekt sowie Aarons Gewerbeimmobilien als Reservefonds.

Zeitplan

Der Baustart soll innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Die vollständige Fertigstellung des Objekts wird in ein bis zwei Jahren erwartet. Zuerst wird der Gebäudeteil mit dem höchsten Fertigstellungsgrad bearbeitet, links hinter dem Frontgebäude; er soll zugleich als Showroom dienen.

Grundstück

Das Grundstück ist auf Aaron als Privatperson eingetragen, mit einem langfristigen Leasehold über 30 Jahre und Verlängerungsoption; verbleibend sind 28 Jahre. Eine Übertragung des Grundstücks auf die Entwicklergesellschaft erfolgt nicht — die Grundstückseigentümer lehnen dies ab. Auf Initiative von Alexander wird ein Testament mit drei aufeinanderfolgenden Erben des Pachtrechts vorbereitet.

Erfassung der Zahlungen

Zahlungen in Kryptowährung an die mit Rebecca abgestimmte Wallet wurden als legitim anerkannt. Zahlungen, die nach der Flucht von Nikolai Melnik irrtümlich an ihn gesendet wurden, sollen individuell geprüft werden — eine automatische Anrechnung wird es nicht geben. Die Version, dass Investoren ohne Dokumentenübermittlung per Telegram ihre Anteile verlieren, wurde offiziell zurückgewiesen.

Ausstieg aus dem Projekt

Investoren, die aussteigen möchten, sollen Rückzahlungen aus Einnahmen neuer Verkäufe erhalten, einschließlich einer priorisierten Reihenfolge für diejenigen, die auf Konfliktkurs sind.

Was unbeantwortet blieb

Eine direkte Frage zum rechtlichen Status von Alexander in der Firma „Vertikal“ (ob er Aktionär, Mitglied des Verwaltungsrats oder nur Investor mit Managementmandat ist) blieb unbeantwortet. Auch die Frage nach einer Bankfinanzierung gegen Besicherung mit nicht verkauften Einheiten wurde umgangen.

Das nächste Treffen ist für Mitte Juni im gleichen Format geplant.

Was sich bereits bewegt hat

Die erste und praktisch wichtigste Zusage des Managements ist der Aufbau einer aktuellen Datenbasis zu Investoren, ihren Zahlungen und den zugeordneten Einheiten, mit anschließender Veröffentlichung einer blockweisen Übersicht ohne Namen. Dieser Punkt ist bereits in Arbeit: Die Datensammlung wurde organisiert, und ein freiwilliger Investor mit Spezialisierung auf Datenbanken ist in den Prozess eingebunden. Innerhalb von zwei bis drei Wochen werden erste Fotos von der Baustelle erwartet, die den Beginn der Arbeiten bestätigen. Wir verfolgen die Entwicklung weiter und veröffentlichen Updates, sobald neue Informationen vorliegen.

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