Indonesien streicht drei Nullen von der Rupiah

Das indonesische Finanzministerium hat Pläne für eine Denominierung der Rupiah angekündigt — aus der Landeswährung könnten drei Nullen gestrichen werden. Ziel der Initiative ist es, das Vertrauen in die Währung zu stärken und Berechnungen zu vereinfachen.
Aktuell ist der kleinste Geldschein im Umlauf 1000 Rupiah (rund sechs US-Cent), der größte 100 000 Rupiah — das entspricht etwa sechs US-Dollar.
Über eine Denominierung wird in Indonesien nicht zum ersten Mal gesprochen: Zuletzt stand das Thema 2013 auf der Agenda, damals wurde der Gesetzentwurf jedoch verschoben. Nun greifen die Behörden das Vorhaben erneut auf und bereiten eine aktualisierte Fassung vor, um die Reform bis 2027 umzusetzen.
Viele sehen darin einen logischen Schritt. Wer auf Bali schon einmal mit Bargeld bezahlt hat, kennt das Gefühl: Nach dem Geldwechsel steckt plötzlich ein dicker Stapel Scheine im Portemonnaie — und für einen kurzen Moment fühlt man sich wie ein Millionär. Offenbar bleibt dieses Gefühl bald nur noch eine Erinnerung.